
Munich/Berlin, 4. November 2026 - Return erweitert die Batteriespeicherkapazität für sein Virtual Flexibility Portfolio (VFP), um die stark wachsende Nachfrage nach Energieflexibilität in Deutschland zu bedienen. Dafür hat sich das Unternehmen eine Portfoliofinanzierung über 835 Millionen Euro durch Deutsche Bank und Rabobank gesichert. Damit sie verbindet erstmals in Deutschland die Finanzierung physischer Batteriespeicher mit einem virtuellen Flexibilitätsportfolio. Die Finanzierung ermöglicht Return, Kunden skalierbaren Zugang zu Flexibilität zu bieten, damit diese ihre Strom-Portfolios steuern und wachsende Mengen erneuerbarer Energie integrieren können.
Return plant, ab 2027 jährlich mindestens 1 GW Batteriespeicherleistung in Deutschland zu installieren. Das entspricht geplanten Investitionen von 750 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro pro Jahr, abhängig von den Marktbedingungen. Der Ausbau stärkt Returns Möglichkeiten, einem wachsenden Kundenstamm in Deutschland flexible Energiekapazität in einem seiner wichtigsten europäischen Märkte bereitzustellen.
Nachfrage nach Flexibilität wächst rasant
Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie braucht das deutsche Stromsystem mehr Flexibilität, um Schwankungen bei Erzeugung und Verbrauch auszugleichen. Das Virtual Flexibility Portfolio bündelt die Kapazität mehrerer Batteriespeicher in einem virtuellen Portfolio. Kunden greifen über eine zentrale Schnittstelle darauf zu, steuern ihre Energieportfolios effektiver und können ihren Zugang bei wachsendem Bedarf ausweiten.
Die steigende Nachfrage zeigt sich auch in Returns Partnerschaften. ENGIE hat die Zusammenarbeit in Deutschland kürzlich auf 400 MW vertraglich gesicherte Batterieflexibilität ausgeweitet. Centrica Energy hat eine separate Vereinbarung über 100 MW / 400 MWh unterzeichnet. In anderen europäischen Märkten arbeitet Return unter anderem mit Vattenfall, Essent und Eneco zusammen.
„Die Nachfrage nach Energieflexibilität wächst rasant, weil immer mehr erneuerbarer Strom ins System kommt. Unsere Kunden brauchen verlässlichen, skalierbaren Zugang zu Flexibilität, ohne von einzelnen Batterieprojekten abhängig zu sein. Genau das bietet unser Virtual Flexibility Portfolio. Mit der Finanzierung können wir die Infrastruktur dahinter ausbauen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, ein führender Anbieter unabhängiger Energieflexibilität in Deutschland zu werden“, sagt Daniel Witvoet, CFO von Return.
Innovatives Finanzierungsmodell für Wachstum
Batteriegroßspeicher werden meist einzeln finanziert, sodass für jedes Vorhaben ein eigener Finanzierungsprozess nötig ist. Das Portfoliomodell von Return bündelt mehrere Anlagen in einer Finanzierungsstruktur. Geeignete Projekte erhalten so Zugang zu Kapital, ohne dass der Prozess für jeden Standort neu beginnen muss. Das ist ein effizienterer und wiederholbarer Weg zur Finanzierung. So kann Return sein deutsches Portfolio an die Kundennachfrage anpassen und zusätzliche Kapazität in Betrieb nehmen.
Die Projekte in Herzberg, Brilon und Quedlinburg mit zusammen 117 MW sollen im Rahmen der neuen Struktur in Kürze mit dem Bau beginnen. Weitere geeignete Projekte in Deutschland können über dieselbe Struktur finanziert werden.
Dominik Thumfart, Head of Infrastructure & Energy Origination, Deutsche Bank, ergänzt: „Batteriespeicher spielen in der Energiewende in Deutschland eine zunehmend wachsende Rolle. Wir freuen uns, Return mit einer auf Wachstum ausgelegten Finanzierungsstruktur zu unterstützen. Sie zeigt, wie langfristiges Kapital dazu beitragen kann, zentrale Energieinfrastruktur in Betrieb zu bringen.“
Marc Schmitz, Head of Project Finance Europe at Rabobank, sagt: „Deutschland braucht mehr flexible Kapazität, da die Erzeugung aus Wind und Sonne wächst. Diese Fazilität hilft, Investitionen in Batteriegroßspeicher zu lenken. Wir sind stolz darauf, Return bei seinem Ausbau in Deutschland zu unterstützen.“
Rabobank fungierte als Finanzberater, während Hogan Lovells und Cadwalader die Kreditnehmer rechtlich berieten und White & Case als Rechtsberater der Kreditgeber tätig war. Baker McKenzie übernahm die projektbezogene Due Diligence, während Baringa als kommerzieller Berater, DNV als technischer Berater, EY und EY-Parthenon für die steuerliche Strukturierung sowie die Finanz- und Steuermodellierung und Marsh als Versicherungsberater fungierten.
Flexibilität braucht Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen
Die wachsende Nachfrage nach Energieflexibilität erfordert erhebliche Investitionen und langfristig verlässliche Marktbedingungen. Die Portfoliofinanzierung über 835 Millionen Euro stärkt Returns Möglichkeiten, seine Leistungen auszubauen, auf neue Kundenanforderungen zu reagieren und zu einem flexibleren, widerstandsfähigeren Stromsystem in Deutschland beizutragen.