
Madrid, 14. September 2026. Der spanische Batteriespeichermarkt tritt in eine neue Phase ein und bewegt sich von der Projektentwicklung hin zur Umsetzung. Return, ein unabhängiger Anbieter von Energiespeicherlösungen, hat die Finanzierung abgeschlossen und mit dem Bau seines ersten Batteriespeicherportfolios in Spanien begonnen. Die drei Projekte befinden sich in der baskischen Provinz Bizkaia – konkret in Güeñes, Barakaldo und Lezama – und verfügen zusammen über eine Gesamtleistung von 55 MW sowie eine Speicherkapazität von 220 MWh. Damit ist das Portfolio das bislang größte eigenständige Batteriespeicherportfolio Spaniens, das eine Bankfinanzierung erhalten hat und sich bereits im Bau befindet.
„Dieser Meilenstein zeigt, dass Batteriespeicher in Spanien inzwischen als tragfähige Infrastrukturprojekte umgesetzt werden können“, sagt Steve Sceery, Director Return Spain. „Wir haben das langfristige Erlösmodell, die Finanzierung, die Technologie und die Umsetzungskompetenz zusammengebracht, die erforderlich sind, um diese Projekte zu realisieren. Dies ist ein wichtiger Schritt für Return in Spanien und ein weiterer zentraler Baustein unserer europäischen Speicherplattform.“
Warum Batteriespeicher an Bedeutung gewinnen
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Spanien wächst weiter – und damit auch der Bedarf an Flexibilität. Batteriespeicher ermöglichen es, Strom zu speichern, wenn viel Solar- und Windstrom erzeugt wird, und ihn wieder ins Netz einzuspeisen, wenn er benötigt wird. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, Angebot und Nachfrage auszugleichen und die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. Außerdem ermöglichen sie die Nutzung größerer Mengen erneuerbarer Energie, statt diese abriegeln zu müssen, wenn das Netz die erzeugte Energie nicht aufnehmen kann.
Die Bedeutung von Flexibilität ist in den letzten Monaten noch deutlicher geworden. Störungen im spanischen Stromnetz haben die Themen Systemstabilität und Flexibilität auf der nationalen Agenda nach oben gerückt und damit die Notwendigkeit einer Speicherinfrastruktur angesichts des anhaltenden Wachstums der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien noch verstärkt.
Die Kombination aus 55 MW Leistung und 220 MWh Speicherkapazität bedeutet, dass die Batterien bis zu 55 MW bereitstellen und diese Leistung etwa vier Stunden lang halten können, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Die drei Projekte werden dazu beitragen, das Stromnetz im Großraum Bilbao zu stärken und die gesamte Region dabei zu unterstützen, mit der wachsenden erneuerbaren Stromerzeugung größere Mengen erneuerbaren Stroms aufzunehmen und zu nutzen.
Von der Entwicklung zur Bauphase
Der Baubeginn verdeutlicht das integrierte Geschäftsmodell von Return: Das Unternehmen entwickelt Batteriespeicheranlagen, bringt die für deren Bau erforderlichen kommerziellen, finanziellen und Umsetzungspartner zusammen, bleibt Eigentümer der Anlagen und übernimmt deren Betrieb.
Ein zentraler Bestandteil dieses Modells ist die im vergangenen Monat bekannt gegebene zehnjährige Vereinbarung mit ENGIE über die Abnahme der gespeicherten Energie (Tolling). Es handelt sich um die erste Vereinbarung dieser Art in Spanien, der langfristige Planbarkeit der Erlöse bietet, während ENGIE die Leistung der Batterien auf den spanischen Energiemärkten steuert.
Return hat hierfür die Finanzierung und die erforderlichen Vereinbarungen gesichert, um mit dem Bau zu beginnen. Rabobank stellt 50 Millionen Euro für die Bauphase sowie weitere Kreditgarantien bereit. CATL liefert die Batterietechnologie sowie langfristige
Wartungsleistungen, während der spanische Auftragnehmer Enerland die Projekte vor Ort umsetzt.
Während der Bauphase wird das Portfolio voraussichtlich 50 Vollzeitarbeitsplätze in der Region Bilbao schaffen.
„Batteriespeicher werden zu einem grundlegenden Bestandteil moderner Stromsysteme“, sagt Jean-Nicolas Lejeune, Managing Director für die Geschäftsbereiche Supply und Energy Management bei ENGIE Iberia. „Unsere Vereinbarung mit Return verschafft diesem Portfolio die notwendige Erlös- und Planungssicherheit, um die Finanzierung abzuschließen. Sie ist genau die Art von langfristiger Zusammenarbeit, die die Realisierung solcher Projekte ermöglicht.“
„Batteriespeicher entwickeln sich rasch zu einem entscheidenden Baustein der Energiewende. Diese Transaktion stellt daher einen wichtigen Meilenstein für den spanischen Energiemarkt dar“, sagt Carol Kort, Executive Director Project Finance bei Rabobank. „Dank unserer umfassenden Erfahrung bei der Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energiespeicherung in ganz Europa freuen wir uns sehr, Return dabei zu unterstützen, sein erstes Batteriespeicherportfolio in Spanien in Betrieb zu nehmen.
Return baut seine europäische Speicherplattform aus
Der Bau der drei Projekte ist bereits angelaufen. Der kommerzielle Betrieb soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen. Spanien gehört zu den Schwerpunktmärkten von Return, da das schnelle Wachstum der erneuerbaren Stromerzeugung den Bedarf an flexiblen Kapazitäten erhöht. Für Return steht dieses Portfolio in Spanien für den Übergang von der Projektentwicklung zur Bauphase. Zugleich unterstreicht es die Fähigkeit des Unternehmens, Batteriespeicherprojekte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu begleiten: von der Entwicklung und kommerziellen Strukturierung über die Finanzierung und den Bau bis hin zum langfristigen Eigentum und Betrieb.
Spanien ist zugleich der jüngste Meilenstein bei der Expansion von Return in Europa. Mit demselben integrierten Modell in verschiedenen Märkten baut Return eine europaweite Plattform für flexible Energieinfrastruktur auf, die den weiteren Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung unterstützen kann.