
Köln / Amsterdam, 5. Februar 2026 - ENGIE und Return haben eine langfristige virtuelle Flexibilitätsvereinbarung (virtual Flexibility Purchase Agreement – vFPA) für den deutschen Markt unterzeichnet, die ab 2027 in Kraft tritt. Das Agreement umfasst 100 Megawatt an virtueller Speicherkapazität (BESS) und ist damit das bislang größte vollständig festpreisbasierte vFPA in Europa. Die zugrunde liegende Flexibilität stammt aus einem dezentralen Portfolio von Batteriespeichersystemen in ganz Deutschland.
Flexibilität wirksam in den Energiemarkt integrieren
Das vFPA-Modell verschafft ENGIE langfristige Planungssicherheit bei Flexibilitätskapazitäten. Die Flexibilität wird in einem einzigen virtuellen Portfolio gebündelt und dem Markt zur Verfügung gestellt. So unterstützt sie den Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage bei starken Schwankungen in der Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Hierbei wird ENGIE die Flexibilität sowohl auf dem Großhandelsmarkt als auch auf verschiedenen Regelenergiemärkten optimieren. Die Vereinbarung unterstützt zudem ENGIEs Ambition, seinen Kund:innen zunehmend 24/7-Grünstromlösungen anzubieten.
Deutschland ist für Return ein Schlüsselmarkt – geprägt durch einen hohen Anteil erneuerbarer Energien und einen stark steigenden Bedarf an Flexibilität. Die Vereinbarung mit ENGIE ist Teil der europäischen Wachstumsstrategie des Unternehmens, das aktuell neben Deutschland auch in den Niederlanden, Belgien und Spanien aktiv ist. Mit Unterstützung des Investors APG verfügt Return über die Finanzkraft, sein Portfolio in Europa weiter auszubauen.
ENGIE bringt seine umfassende Expertise in den Bereichen Handel, Strukturierung und Origination ein und fördert damit das Wachstum von Flexibilitätslösungen in Deutschland. Die langfristige Vertragsstruktur bietet weiterhin zusätzliche Planungssicherheit für Investitionen in Batteriespeicherprojekte.
Partnerschaft für die Energiewende
Die Partnerschaft setzt neue Maßstäbe für die vertragliche Ausgestaltung und Vermarktung von Flexibilität auf den europäischen Energiemärkten. Gleichzeitig zeigt sie, wie Batteriespeicher den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und zur Netzstabilität sowie zur Erreichung der europäischen Klimaziele beitragen können.
ENGIE und Return planen, ihre Kooperation auf weitere europäische Länder auszudehnen und in den kommenden Jahren zusätzliche Flexibilitätsvereinbarungen abzuschließen.
Martin Daronnat, Head of Flexibility and Structured Origination Germany bei ENGIE, erläutert:
„Dieses vFPA markiert einen wichtigen Meilenstein im europäischen Flexibilitätsmarkt. Ergänzend zu unserem Portfolio aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen ist es ein erheblicher Schritt nach vorn, der es uns ermöglicht, nachhaltig grüne Energie an unsere Kund:innen zu liefern. Wir sind stolz und freuen uns, mit Return an einem Projekt zusammenzuarbeiten, das die Grenzen dessen verschiebt, was Flexibility Purchase Agreements leisten können.“
Flip van der Weijden, Head of Growth bei Return, ergänzt:
„Diese Vereinbarung ist ein entscheidender Schritt hin zu einem funktionierenden Flexibilitätsmarkt in Europa. Sie steht für unseren Ansatz, dort zu wachsen, wo wir echten Mehrwert schaffen können – durch lokale Expertise, performante Batteriespeicher und skalierbare Technologie. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ENGIE und darauf, unsere Aktivitäten in Europa weiter auszubauen.“